PAUL GEGG | innovation4publisher
Strategien im medialen Wandel
Das Denken vom
Ausgangspunkt
verhindert Ihren Erfolg.
- Tom Peters

Erfolgreiche Strategien sind kein Zufall.

Die Lebensdauer von Produkten ist endlich. Dies gilt auch für periodische Produkte wie Zeitschriften. Gerade diese sind aufgrund ihrer offenen und vernetzenden Inhalte vom digitalen Medienwandel besonders tiefgreifend betroffen.

Die erfolgskritische Frage ist: Wann ist es Zeit für ein Redesign, einen Relaunch oder für eine komplette Neuentwicklung. Eine ungeschönte Zahlenanalyse im Rahmen einer Portfolioanalyse schafft Klarheit.

Der Managementguru Tom Peters bringt den Standardfehler auf den Punkt: „Das Denken vom Ausgangspunkt verhindert Ihren Erfolg“. Die Angst vor einem „Neubau“ ist weit verbreitet, weshalb häufig mit kleinem Budget kleine Änderungen vorgenommen werden. Dies kann genau der richtige Weg sein, wenn denn diese signifikant waren und eine große Wirkung erzielen. Meist jedoch beschränken sich die Änderungen auf die Optik und ein kleines redaktionelles Facelifting mit nicht messbaren Wirkungen.

Die systemische Innovationsentwicklung richtet ihren Blick zunächst weg vom Produkt und hin zum Kunden. Der Relaunchmanager setzt sich auf den Arbeitsplatz des Kunden und erstellt zusammen mit diesem aus dessen Alltags- und Informationsprozess-Perspektive, ein neues Lastenheft, losgelöst vom bestehenden Produkt. Damit wird schnell klar, welche Bestandteile des bisherigen Produktkonzeptes weiter richtig sind, welche renoviert werden können und welche vollständig neu gebaut werden müssen.

Doch auch dieses Beispiel zeigt unmittelbar: Ohne eine glasklare Kunden- und Zielgruppendefinition kann der Prozess nicht gelingen. Ein systemischer Relaunchprozess startet daher stets mit der Zielgruppenklärung.